,,Scharlach Rot”
Ausstellung vom 08. März – 12. April 2011 Kulturhaus Pusdorf Bremen
Wegen seines sozialistischen Ursprungs wurde der Internationale Frauentag bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten verboten und stattdessen wurde der Muttertag, den es in den USA schon als solchen gab, propagiert. Während es sich beim Internationalen Frauentag seit seiner Entstehung um den tatsächlichen Kampf um Gleichberechtigung von Frauen handelte, diente im Gegensatz der Muttertag dazu, die Frauen in ihre traditionellen Rollen zurück zu drängen. Obwohl die Mutter (wenn sie viele Kinder geboren hatte, von arischer Abstammung war und nicht „asozial“ auffiel) im Nationalsozialismus zu hohen Ehren emporsteigen konnte, griff die nationalsozialistische Propaganda nur zum Teil. Viele Frauen hatten mit dem Gewinn des Frauenwahlrechts 1918 und in der Zeit der Weimarer Republik eine andere Zukunft vor Augen und so wurde der Internationale Frauentag trotz des Verbotes auf verschiedene Weise gewürdigt. Immer wieder tauchten, trotz großer Gefahr vor Repressalien Flugblätter auf und manche Frau lud zur „Familienfeier“. Eine weitere geniale und schwer kontrollierbare Art auf diesen Tag aufmerksam zu machen wurde durch das Lüften von roten Wäschestücken erreicht.
Bei der Ausstellung und dem dazugehörigen Konzept geht es darum, diesen scharlachroten „Befall“ der Nachbarschaften zu reanimieren. Es werden rote Wäschestücke aus dem Stadtteil gesammelt und als Ehrung in Öl gemalt und ausgestellt. Gleichzeitig wird die Nachbarschaft ermutigt und gebeten, es den Frauen im Nationalsozialismus gleichzutun und rote Wäschestücke zu „lüften“.
Zur Ausstellungseröffnung liest Mona Vojacek-Koper aus den Tagebüchern von Rosa Luxemburg.
"Mona's Weste" Öl auf Leinwand (Foto: Dina Koper)
Ein rotes Kleid mit weißem Spitzenbesatz und einem aufgehängten Aufdruck, der lautet: 'Was träumen Cowboy-Girls von?'
Einrotanes Kleid mit schwarzer Musterung, lässig an einer Wäscheleine befestigt.
Ein rotes BH hängt an einer Wäscheleine.
Eine rot-weiße Tracht mit einem Muster am unteren Rand, vermutlich eine traditionelle Kleidung oder ein Rock, mit weißen Ziernähten und einer weißen Schnur als Gürtel.
Rote Jacke mit schwarzen und roten Details, hängt an einer Schnur auf einem weißen Hintergrund.
Ein rotes Kleid hängt an einer Wäscheleine.
Blick auf eine Stadtstraße, auf der Kleidung in Rot an einer Leine hängt. Im Hintergrund sind Gebäude, geparkte Autos und Fahrräder zu sehen. Es ist Tag und die Sonne scheint.
Ein Mehrfamilienhaus mit roten Kleidungsstücken, die an einer Leine im Freien hängen, und blauen Buchstaben an der Hausfassade, die vermutlich einen Namen oder eine Adresse bilden.
Mehrere Menschen betrachten eine Wand mit Fotografien von Kleidung in einem Museum oder einer Galerie.